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Wie lässt sich ein Einsturz beim Einsatz einer Spiralbohranlage in der Wüste verhindern?

15.07.2025

In der dynamischen Wüste ist das häufigste Problem beim Einsatz von Schneckenbohrern der „Bohrlocheinsturz“ – sobald der Bohrmeißel angehoben wird, bricht die Bohrlochwand aufgrund von Wasserverlust, Eigengewicht oder Störungen sofort zusammen. Um diesem Phänomen vorzubeugen, können wir die drei Hauptmaßnahmen „Bohrlochstabilisierung, Wandverfestigung und Störungsreduzierung“ verfolgen. Die konkreten Maßnahmen sind folgende:

Nassspiralbohren – Während des Bohrvorgangs wird Wasser eingespritzt.
Sauberes Wasser unter niedrigem Druck wird in die Mitte des Bohrgestänges eingespritzt. Das Wasser sickert gleichmäßig entlang der Spiralschaufeln aus, bildet einen Wasserfilm an der Bohrlochwand und benetzt die Sandkörner schnell. Der ursprünglich lose Sand wird durch Kapillarwirkung vorübergehend verfestigt, wodurch die Gefahr eines Bohrlocheinsturzes deutlich reduziert wird. Die Wassermenge sollte so dosiert werden, dass das Wasser nur leicht angefeuchtet, aber nicht durchgespült wird, um eine zu starke Verdünnung und damit die Bildung von Treibsand zu vermeiden.

Das Gehäuse bzw. die Armschutzplatte folgt synchron.
Hinter dem Bohrer ist ein abnehmbares, dünnwandiges Stahlgehäuse angebracht. Spiralbohrer Dabei wird eine „Schutzarmplatte“ verwendet. Beim Bohren eines Abschnitts senkt sich das Bohrrohr abschnittsweise ab, wodurch ein „temporärer Stützring“ für die Bohrlochwand gebildet wird, um ein Einstürzen der Bohrlochöffnung und des oberen Teils zu verhindern.

Erdbohrer mit Erdlochbohrer.jpg

Stufenweises Aufreiben reduziert einmalige Störungen
Zuerst wird mit einem kleinen Durchmesser ein "Führungsloch" geformt. Spiralbohrerund erweitert das Bohrloch dann schrittweise auf den geplanten Durchmesser. Durch abgestuftes Aufreiben lässt sich die Scherkraft auf die Bohrlochwand reduzieren, das Risiko eines Bohrlochkollapses verringern und eine rechtzeitige Korrektur von Schräglagen ermöglichen.

Plattformbasierte Betriebsabläufe reduzieren das Zertreten durch Menschen
Eine tragende Plattform mit Rollen und Stützsäulen hebt die gesamte Bohranlage vom Sandboden ab und verhindert so ein erneutes Einstürzen durch wiederholtes Betreten des Sandes um die Bohrlochöffnung durch das Personal. Die Plattform kann zudem Wassertanks, elektrische Steuerventile und Staubabsauganlagen integrieren, um einen kontinuierlichen und stabilen Betrieb zu gewährleisten.

Schneller, kontinuierlicher Betrieb und verkürzte Belichtungszeit
Unmittelbar nach Abschluss der Bohrung sollten der Stahlkäfig oder die Setzlinge abgesenkt und das Bohrloch umgehend mit Beton oder Rohsand aufgefüllt werden, um die Einwirkungszeit der Luft auf die Bohrlochwand zu minimieren und eine Festigkeitsminderung durch Wasserverdunstung zu verhindern.

Vor-Ort-Härtung und Markierung
Für Baustellendurchgänge können temporär Stahlplatten verlegt oder eine dünne Betonschicht als Polsterung aufgebracht werden, um die Tragfähigkeit des Fundaments zu erhöhen und ein Absacken der Gleise sowie eine Schwerpunktverlagerung bei Bewegungen des Bohrgeräts zu verhindern. Die fertigen Bohrlöcher sollten mit Leuchtstreifen oder Warnfahnen gekennzeichnet werden, um nachts versehentliches Beaufschlagen zu vermeiden.

Durch den geschlossenen Kreislaufprozess „Wassereinspritzung zur Sandfixierung - Schutz der Verrohrungswand - abgestufte Locherweiterung - Reduzierung der Plattformstörung - schnelle Lochbildung“ kann selbst in Wanderdünen mit extrem niedrigem Wassergehalt und extrem feinen Partikeln die Lochkollapsrate innerhalb des für das Projekt akzeptablen Bereichs gehalten werden, wodurch stabile Löcher für die anschließende Begrünung und Baumpflanzung oder den Bau von Photovoltaik-Pfahlfundamenten bereitgestellt werden.

Säulenlochbagger Erdspiralbohrer.JPG